Der digitale Radiergummi und die Implementierung

Politiker fordern eine Möglichkeit, Internetinhalte mit einem Verfallsdatum versehen zu können. So soll man z.B. Partyfotos mit einem Verfallsdatum von 2 Jahren versehen können. 2 Jahre nach Veröffentlichung wäre das Bild dann nicht mehr aufrufbar. Klingt interessant, ist aber eigentlich nicht so einfach möglich.

Denn man hat die Möglichkeit, eine eigene Kopie von jedem beliebigen Bild anzufertigen und diese erneut hochzuladen. Was das bedeutet, kann sich jeder selbst vorstellen.

Dennoch gibt es bereits eine Implementierung des Konzepts. Und die kommt von mir persönlich. Sie ist auf www.tempim.de zu finden.

Man kann dort ein Datum angeben, an dem das Bild gelöscht werden soll. Nach diesem Datum wird dann nicht mehr das eigentliche Bild, sondern eine Fehlermeldung angezeigt.

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6 Kommentare zu “Der digitale Radiergummi und die Implementierung”

  1. das problem wäre damit aber, wenn ich das richtig versthe nicht gelöst, denn ich nehme nicht an, dass dein system sicherstellt, das das selbe bild nicht nach 2 jahren noch auf einer anderen webseite auftaucht.
    das gedächtnis des internets lässt sich (leider oder zum glück) nicht beeinflussen.
    hab ich bisher eh noch nicht verstanden, wie die politik denkt, dass die informationstechnik funktioniert.
    Wenn ich egal welchgem bildhoster in deutchland auffordere meine Bilder zu löschen, so muss er das allein aufgrund des urheberrechts schon sofort machen, wenn er nicht mit geldstrafen belangt werden möchte. einziger ausweg wäre ich würde dem bildhoster eine lizenz geben (für die der vielleicht auch noch geld will lol).
    also öm nette idee, aber bei rapidshare kann ich auch ein bild hochladen und es ist so lang gespeichert wie ich will und mit unter sogar vor unerlaubten zugriffen geschützt.

  2. Es ist die Aufgabe jedes einzelnen Betreibers, eine solche Funktion anzubieten. Das geht gar nicht internetweit.

    Nehmen wir Facebook als Beispiel: Du lädst Bilder von Deiner Geburtstagsfeier hoch und wählst aus, dass die Bilder nach einem Jahr gelöscht werden sollen. Nach einem Jahr löscht Facebook diese dann und sie sind nicht mehr da, für niemanden mehr auffindbar.

    Nur darum geht es. Würden die Bilder in Vergessenheit geraten oder Du die Zugangsdaten verlieren, könntest Du nach Jahren eine böse Überraschung erleben. Durch das automatische Löschen wird dem vorgebeugt.

    Und seien wir realistisch.. wer sichert sich die Bilder Deiner Geburtstagsfeier und lädt sie auf anderen Seiten hoch? Wohl kaum jemand.

  3. >> denn ich nehme nicht an, dass dein system sicherstellt, >> das das selbe bild nicht nach 2 jahren noch auf einer >> anderen webseite auftaucht.

    Das stimmt. Das ist auch gar nicht möglich 🙂

    >> das gedächtnis des internets lässt sich (leider oder zum >> glück) nicht beeinflussen.

    Ich würde sagen zum Glück. So denkt man wenigstens noch nach, was man da so von sich gibt.

    >> hab ich bisher eh noch nicht verstanden, wie die politik >> denkt, dass die informationstechnik funktioniert.

    Die haben davon sowieso keine Ahnung. Ich sag da nur mal Killerspiele

    >> also öm nette idee, aber bei rapidshare kann ich auch ein >> bild hochladen und es ist so lang gespeichert wie ich will >> und mit unter sogar vor unerlaubten zugriffen geschützt.

    Joa… Eigentlich war das auch gar nicht mein Ziel, als ich Tempim entwickelt habe. Ich habe nur nachträglich gesehen, dass Tempim perfekt zur aktuellen Debatte passt.

    >> Nach einem Jahr löscht Facebook diese dann und sie sind >> nicht mehr da, für niemanden mehr auffindbar.

    Das stimmt so leider nicht. Man kann die Bilder kopieren, ausdrucken, verschicken, Screenshots machen, usw. Einmal online und man kann nicht mehr zu 100% garantieren, dass es gelöscht wird.

    >> Und seien wir realistisch.. wer sichert sich die Bilder
    >> Deiner Geburtstagsfeier und lädt sie auf anderen Seiten
    >> hoch? Wohl kaum jemand.

    Da kenne ich so einige… Google z.B.

  4. An einem 0815-Bürger und dessen Bilder dürften nicht allzuviele Menschen interessiert sein. Um eine restlose Entfernung geht es auch gar nicht, sondern eher die Bilder in sozialen Netzwerken, welche für Google meistens sowieso geschlossen sind (z.B. in „wer kennt wen“ kommt kein Aussenstehender rein, also ein Bot ebenfalls nicht).

  5. Oh noch mal ein nichtbezahlter Artikel ;).

    Das Prinzip mit dem digitalen Radiergummi mag noch bei Bild-/Filehostern durchaus Sinn machen. Doch wer meiner Meinung nach einen Blogkommentar schreibt oder was auch immer, muss halt davon ausgehen, dass dieser für immer online bleibt. Punkt.

    Natürlich kann man bei meinen Projekten mich jederzeit kontaktieren und dann würde ich Kommentare auch löschen oder eben nur kurz den Namen ändern.

  6. Bezahlte Artikel sind hier die Ausnahme 😉 In letzter Zeit waren es etwas mehr, aber das ändert sich jetzt.

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»Informationen zum Artikel

Autor: Simon
Datum: 11.01.2011
Zeit: 21:40 Uhr
Kategorien: Internet
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