Erfolgreich durchstarten mit einem strategischen Markenrelaunch

Wenn die Verkaufszahlen eines Produkts schwächeln und es nicht am Produkt, sondern am Image einer Marke liegt, kann ein Markenrelaunch eine sinnvolle Lösung sein. Manchmal hat sich die Marke nicht am Markt etablieren können oder ihr Image ist mit der Zeit abgenutzt. Dafür muss das Produkt der Marke nicht zwangsläufig schlecht oder veraltet sein – manchmal haftet der Marke einfach ein altbackenes Image an.

Wenn das der Fall ist, kann ein strategischer Markenrelaunch eine Option sein, die Marke durch eine überarbeitete Markenstrategie mit neuer Energie aufzuladen. Die Marke wird fokussierter im Markt positioniert und spricht eine spezifische Zielgruppe an. Der Relaunch basiert auf den Spitzenleistungen des Unternehmens und einer nachhaltigen Positionierung.

Ein Marken-Relaunch ist insbesondere dann notwendig, wenn die Markenattraktivität konsequent abnimmt. Dies kann schwerwiegende Folgen wie sinkende Verkaufszahlen und eine sinkende Wettbewerbsfähigkeit haben. Was braucht es, um mit einem erfolgreichen, strategischen Markenrelaunch durchzustarten?

Was ist wichtig für einen Marken-Relaunch?

Ein Marken-Relaunch ist das richtige Mittel, um den Lebenszyklus einer Marke zu verlängern. Der Relaunch ist dabei nicht nur eine Chance. Damit einher gehen immer gewisse Risiken, deren Auswirkungen berücksichtigt werden müssen.

Aus markenstrategischer Sicht ist es deshalb auch enorm wichtig, dass der Markenkern, und damit die unverwechselbare Identität des Unternehmens, während des gesamten Relaunch-Prozesses eine zentrale Rolle einnimmt. Eine strategisch entwickelte Positionierung ist auch wesentlich: sie muss glaubwürdig, attraktiv, überlegen und damit nachhaltig sein.

Beispiele für erfolgreiche Markenrelaunches

Wie sich Jägermeister neu erfand

Einer erfolgreichsten Relaunches einer angestaubten Traditionsmarke ist die Überarbeitung des Image von Jägermeister. Jägermeister war eine alte Traditionsmarke, die von der älteren Generation als Magenbitter nach dem heimischen Abendessen bevorzugt wurde. Damit verlor Jägermeister immer weiter an Attraktivität. Die Marke entwickelte sich nicht weiter und konnte keine neue Zielgruppe erschließen.

Sie war im Begriff zu veralten und damit einen langsamen Tod zu sterben. Für den Relaunch der Marke entdeckte Jägermeister die junge Zielgruppe für sich und richtete das Corporate Image konsequent auf diese Zielgruppe aus. Der Markenrelaunch war erfolgreich und die nun junge, hippe Marke konnte sich erfolgreich bei jüngeren Verbrauchergruppen positionieren und wurde als Kultgetränk in der Veranstaltungsszene etabliert.

Lego: Fehler erkennen und gegensteuern

In den späten 90er Jahren versuchte Lego, die Spielzeugmarke durch neue Produktdesigns zu erweitern. Was in der Theorie gut klang, bedeutete in der Praxis, dass Lego tausende, neue einzigartige Stücke produzieren musste, die nicht mit der bisherigen Produktpalette kompatibel waren. Die neuen Actionfiguren hatten darüber hinaus wenig mit den bisherigen Bausetzen gemeinsam.

Die Auswirkungen dieser strategischen Entscheidung zeigten sich 2003. Lego verzeichnete einen Umsatzeinbruch mehr mehreren hundert Millionen Dollar, die neuen Designs konnten nicht die Kernzielgruppe Legos, Kinder, ansprechen.

Vor dem Hintergrund weiterer Verluste reagierte Lego und überarbeitete die Produktpalette erneut – und kehrte zu den beliebten Bausätzen zurück. Das Unternehmen legte wieder Bausätze, die ähnlich der bewährten Pakete waren, auf und präsentierte Dinge wie klassische Ziegelsteine, die Schatten werfen und komplexeren Objekten ähneln, und imitierte, wie Kinder ihre Fantasie beim Bauen mit Lego einsetzen. Diese in Cannes preisgekrönte Kampagne signalisierte das Comeback von Lego.

Im Jahr 2015, das Lego zu seinem besten Jahr aller Zeiten erklärte, erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 5,2 Milliarden Dollar und machte Lego damit zum zweitgrößten Spielzeugunternehmen der Welt.

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»Informationen zum Artikel

Autor: Simon
Datum: 03.03.2020
Zeit: 19:39 Uhr
Kategorien: Computer
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