Linux und Co. auf modernen Tablets: Spielwiese für findige Softwareentwickler

(Die ist ein Gastbeitrag)

Die Nachfrage nach Tablets steigt ungebrochen und so haben viele Softwareentwickler ebenfalls die Möglichkeit entdeckt, sich über eigene Apps ein zusätzliches Einkommen zu schaffen. Dabei greifen sie immer tiefer in die Routinen des Betriebssystems ein. Ein besonderer Trend dabei ist die Installation freier Systeme wie beispielsweise Linux auf mobilen Geräten. Bislang ist dies vorrangig noch eine Domäne von eingefleischten Open Source- Anhängern und experimentierfreudigen Studenten – doch auch professionelle Programmierer können von dieser Entwicklung durchaus profitieren. 

Crosscompiling und die Portierung von Programmen

Der überwiegende Teil der heute verkauften Tablet-PCs läuft auf Prozessoren der ARM-Architektur. Diese unterscheiden sich grundlegend von denjenigen, die in Desktop-Rechnern und Notebooks zum Einsatz kommen. Um lauffähige Programme erstellen zu können, führte mangels eigener Entwicklungsumgebungen für diese Systeme bisher kein Weg an den Crosscompilern vorbei. Diese sind jedoch nicht nur sehr schwer zu konfigurieren, auch die Ergebnisse entsprechen leider nicht immer den Erwartungen.

Mit der Zunahme der Rechenkapazität dank Dual- und Quadcore-Prozessoren wird es allerdings zunehmend interessant, Quellcodes direkt auf den angepeilten Geräten zu kompilieren. Dazu eignet sich Linux optimal, stehen hier doch umfangreiche Paketsammlungen und ausgesprochen leistungsfähige Entwicklungsumgebungen zur Verfügung. Dank der Verwendung eines Linuxkernels unter Android sind zudem die erstellten Anwendungen zu einem großen Teil direkt kompatibel. Besonders attraktiv werden diese Möglichkeiten durch die umfangreiche Auswahl quelloffener Projekte, die sich im Laufe der Jahre gebildet haben.

Herausforderungen bei der Portierung

Allerdings können immer auch größere Probleme auftreten. So gibt es zum Beispiel noch immer wesentliche Unterschiede in der Sicherheitsarchitektur von Linux und Android. Bedeutender sind allerdings solche Herausforderungen, die durch die häufige Verwendung von proprietären Treibern entstehen. Deren Abfragemechanismen unterscheiden sich häufig von denjenigen, die bei freien Betriebssystemen als Standard definiert worden sind. Das Resultat sind oft fehlerhafte Funktionen, die unter ungünstigen Umständen die Stabilität des gesamten Systems gefährden können. Eine besondere Herausforderung stellt deshalb auch die Aufgabe dar, erst einmal ein stabil laufendes OS für das gewünschte Gerät zu entwickeln. Hier sind besondere Kenntnisse des Kernels, der Treiber und der Administration notwendig, über die meist nur erfahrene Systemadministratoren verfügen.

Allerdings kann dabei auf die Unterstützung einer breiten Community zurückgegriffen werden, die sich auf speziellen Plattformen wie zum Beispiel der populären Webseite xda-developers.com trifft und austauscht. Dort werden bereits für eine ganze Reihe populärer Tablets wie dem Asus Transformer Möglichkeiten und Programme angeboten, die die Installation auch für Laien beherrschbar machen. Da es sich jedoch um einen oftmals sehr tiefen Eingriff in die Soft- und Hardware der Geräte handelt, sollten auch einige rechtliche Konsequenzen bedacht werden. So gehen z.B. bei einem solchen Eingriff sämtliche Garantierechte komplett verloren.

Habt Ihr schon Erfahrungen damit gemacht, selbstentwickelte Apps auf eure mobilen Geräte zu laden? Teilt uns eure Tipps, Tricks und Erfahrungen über die Kommentarfunktion mit!

Gastbeitrag von content.de.

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»Informationen zum Artikel

Autor: Simon
Datum: 01.11.2012
Zeit: 02:50 Uhr
Kategorien: Hardware, Internet, Software
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