Drei Taschenlampen im Vergleich: LED Lenser M14X, M7RX und P3 AFS P

[blab-Review]

Von links nach rechts: P3, M7, M14

Der Hersteller der LED Lenser – Taschenlampen, Zweibrüder Optoelectronics, hat mir für einen Test und Vergleich drei unterschiedliche Taschenlampen zur Verfügung gestellt. Erhalten habe ich eine LED Lenser P3 AFS P (Minitaschenlampe), eine LED Lenser M7R X und eine LED Lenser M14X. Gestet habe ich die Taschenlampen im wunderschönen Karlsruher Schloßpark. In diesem Artikel möchte ich Euch meine Erfahrungen vorstellen.

Technische Details

Zuerst ein paar technische Details zu den einzelnen Lampen.

1. LED Lenser P3 AFS P

Das kleinste Modell ist sehr leicht, verfügt über eine ausreichende Helligkeit und Leuchtweite für den Privatgebrauch und hat einen verstellbaren Lichtkegel. Sie wiegt nur 35g, ist 9cm lang und leuchtet mit 75 Lumen, allerdings nur knapp eine Stunde laut Hersteller. Nach meinem Test im Wald war die kleine AAA-Batterie tatsächlich schon leer, obwohl sie nicht dauerhaft eingeschaltet war. Der Hersteller gibt die Leuchtweite mit 120 Meter an, was für so ein kleines Lämpchen wirklich beachtlich ist.

2. LED Lenser M14X

Dieses Modell ist deutlich schwerer und größer als das oben genannte, hat dafür aber auch eine längere Leuchtdauer und leuchtet weiter und viel heller. Die M14X wiegt stolze 365g, ist 16,5cm lang, leuchtet bis zu 15 Stunden und hat eine maximale Helligkeit von 650 Lumen. Betrieben wird sie mit 4 AA-Batterien. Der Hersteller nennt 280 Meter als maximale Leuchtweite.

3. LED Lenser M7R X

Dieses Modell ist das hochwertigste im Test. Es ist ungefähr so groß wie die M14X (ca. 1cm kürzer), aber deutlich leichter: Nur 203g Gewicht! Damit passt sie in jede Hosentasche und stört nicht. Im Gegensatz zu den bereits genannten Taschenlampen befindet sich in der M7R X ein richtiger Akku, der aufgeladen werden kann, ohne die Taschenlampe auseinandernehmen zu müssen. Geladen wird verschleißfrei über die magnetische Ladebuchse. Darauf komme ich am Ende des Artikels nochmal zurück. Die M7R X leuchtet bis zu 8,5 Stunden und erreicht 600 Lumen. Die Leuchtweite beträgt mit 235 Metern ein bisschen weniger als die der M14X. Der Unterschied war aber in der Praxis kaum zu spüren.

Erfahrungen und Meinungen

Grundsätzlich kann man sagen, dass die kleinste der Taschenlampen (P3) wirklich nur für den privaten Gebrauch geeignet ist, z.B. wenn mal der Strom ausfällt und man mit einer Stunde Leuchtdauer auskommt. Mit der P3 sollte man auf keinen Fall größere Nachtwanderungen unternehmen, es sei denn, man hat Ersatzbatterien dabei. Trotzdem finde ich, dass die P3 AFS P für ihre Größe ziemlich hell und weit leuchtet. Da der Lichtkegel per Advanced Focus System problemlos vergrößert oder verkleinert werden kann, ist man in der Lage, bestimmte Stellen hell auszuleuchten oder eine größere Fläche etwas weniger hell. Das Ganze ist stufenlos verstellbar.

Geliefert wird die P3 AFS P in einer kleinen schwarzen Box, die neben der eigentlichen Taschenlampe und einer Gebrauchsanweisung noch eine Batterie und ein paar Haltebänder beinhaltet. Die Box seht ihr auf dem Titelbild dieses Artikels.

Links: M7R X | Rechts: M14X  (Beide mit kleinstmöglichem Lichtkegel)

Wer oft und lange mit seiner Taschenlampe unterwegs ist, sollte zur M7R X oder zur M14X greifen. Der Vorteil von der M14X ist, dass sie etwas heller, weiter und länger leuchtet als die M7R X. Der Nachteil ist jedoch das Gewicht und dass man sie nicht so einfach wieder aufladen kann. Ähnlich wie die kleine P3 lassen sich die beiden großen Lampen einfach verstellen, dank Advanced Focus System. Hat man seinen gewünschten Lichtkegel gefunden, kann man diesen fixieren, indem man den vorderen Teil der Taschenlampe gegen den Uhrzeigersinn dreht. Das Advanced Focus System ist dann sozusagen „deaktiviert“ und man muss die Lampe wieder zurückdrehen, um den Kegel variieren zu können.


Bei meinen Tests hatte ich den Eindruck, dass das Advanced Focus System der M7R X deutlich leichter zu verstellen ist als das der M14X, d.h. mit weniger Kraft. Aber das ist wahrscheinlich Geschmackssache.

Bezüglich der Leuchtweite konnte ich kaum Unterschiede zwischen M7R und M14 feststellen. Was mir jedoch aufgefallen ist, ist dass an den Rändern des Lichtkegels der M14 mehrere Ringe unterschiedlicher Helligkeit zu sehen waren. Bei der M7RX war das deutlich weniger sichtbar. Bei beiden Taschenlampen hat man in der Mitte des Lichtkegels eine etwas dunklere Stelle, wenn man das Advanced Focus System ca. auf die mittlere Stufe stellt. Mich hat das aber nicht gestört, hell war es trotzdem 🙂

Rechts sieht man deutlich einen Ring im Lichtkegel von der M14. Für mich aber nicht schlimm

Was mir an den beiden großen Taschenlampen besonders gut gefällt, sind die zahlreichen Lichtfunktionen. Direkt nach dem Einschalten leuchten sie auf der hellsten Stufe. Berührt man dann den Einschaltknopf ganz leicht, wechseln sie in den Energiesparmodus, der die Helligkeit reduziert (gefühlt würde ich sagen auf die Hälfte). Wenn man den Einschaltknopf dann nicht direkt wieder loslässt, sondern ein paar Sekunden gedrückt lässt (nicht ganz durchdrücken, sonst geht die Lampe aus!), wird die Helligkeit ganz langsam wieder erhöht. Man kann sich also aussuchen, wie hell man es haben möchte.

Doch natürlich waren das noch nicht alle Lichtprogramme. Die richtig interessanten kommen erst noch 🙂  Ein weiterer leichter Druck auf den Einschaltknopf bewirkt einen Wechsel in den „Blinkmodus“, wo das Licht mit einer festen Frequenz an bzw. aus geht. Die nächsten Funktionen sind die SOS-Funktion (die ein SOS-Signal durch Blinken von sich gibt) und das Stroboskop, das vor allem zur Abwehr von wilden Tieren genutzt werden kann.

Neben den 8 genannten Lichtfunktionen gibt es drei Programme (Professional, Easy, Defence), mit denen man nur die gewünschten Funktionen aktivieren kann, je nach dem, was man benötigt. Außerdem gibt es noch zwei Energiemodi (Energie sparen bzw. Konstante Helligkeit).

Insgesamt gefallen mir die drei Modelle sehr gut, mein Favorit ist jedoch die M7R X, einerseits wegen dem Gewicht und der Größe, andererseits wegen der praktischen Lademöglichkeit, auf die ich noch kurz näher eingehen möchte. Wie man im Bild rechts sieht, lädt meine M7R X (das R steht übrigens für rechargeable – wiederaufladbar) an meinem Rechner via USB. Und da sind wir auch bereits beim größten Vorteil dieses Ladesystems.

Ähnlich wie moderne Handys kann man die LED Lenser M7R X problemlos überall laden, wo es einen USB2.0-Anschluß gibt, also z.B. am Rechner, am Router, im Auto mithilfe eines USB-Zigarattenanzünder-Adapters oder über die Steckdose mithilfe des passenden Adapters. Der Adapter für die Steckdose wird mitgeliefert. Solange das Licht an der Taschenlampe rot leuchtet, ist sie noch nicht 100% geladen, sobald es grün wird, sollte man sie vom Strom nehmen.

Übrigens ein kleiner „Geheimtipp“ von mir: Es gibt mobile Akkus, die eigentlich für das Handy gedacht sind. Diese verfügen über einen ganz normalen USB-Anschluß und sind somit auch bestens dazu geeignet, die LED Lenser M7R X zu laden. Dadurch kann man dann die Akkulaufzeit von ca. 8 Stunden deutlich erhöhen und auch längere Wanderungen unternehmen.

Ich hoffe, ich konnte Euch einen guten Überblick über die Möglichkeiten dieser drei Taschenlampen verschaffen! Solltet ihr noch Fragen haben, dürft ihr mir diese gerne unten als Kommentar stellen 🙂


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4 Kommentare zu “Drei Taschenlampen im Vergleich: LED Lenser M14X, M7RX und P3 AFS P”

  1. Hey,

    ich hab die 3 Taschenlampen auch getestet, finde alle 3 gut! Die kleine Schlüsselanhänger-LED LENSER kam mir gerade recht, denn meine ältere Schlüsselbund-LED LENSER ist mir vor kurzem kaputt gegangen 🙁
    Hast du mal den Akku der M7RX getestet, wie lange der bei dir im 100% Modus durchhält? Würde mich mal interessieren, ob das die gleiche Leuchtdauer ergibt, wie bei mir im Test ( http://www.alte-kiehvotz.de/testbericht/led-lenser-m7rx-im-taschenlampen-test/ )

    Greezn Bensch

  2. Wow, dein Bericht ist ja wirklich sehr ausführlich geworden. Leider habe ich keine so gute Kamera… Sonst hätte ich auch bessere Bilder eingestellt 🙂

    Ich habe noch nicht getestet, wie lange der Akku hält. Aber eine Stunde mindestens 😀 So lange war ich damit nämlich unterwegs.

    Lg Simon

  3. Na ja, die technische Entwicklung…ich kann mich noch daran erinnern, wie viel mein Vater für einen riesengrossen langen originellen MagLite Lampe bezahlt hat, es gaben drinnen 4 Grossformat-Batterien, und heute kann das ganze mit einem kleinen LED-Lampe ersetzt werden.

  4. Ja, so ist das 🙂 Früher hätte auch keiner gedacht, dass er mal einen Dualcore-Prozessor in der Hose haben wird…

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»Informationen zum Artikel

Autor: Simon
Datum: 25.11.2012
Zeit: 16:13 Uhr
Kategorien: Testberichte
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