Ein Multitalent für’s Auto: Das Krämer KR-G6 2-Din-Navigationssystem mit Radio und vielem mehr

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Aufmerksame Leser erinnern sich vielleicht noch an unseren Artikel vom 24.1.2011, in dem wir das KR-747 aus dem Hause Krämer vorgestellt haben. Damals haben wir von Krämer ein Gerät zum Testen bekommen. So auch dieses Mal!

Wir haben vor ein paar Tagen ein Paket mit einem nagelneuen Krämer KR-G6 erhalten – ein Gerät, das durch unzählige Funktionen, edles Design und hochwertige Verarbeitung zu überzeugen weiß. Heute geben wir Euch ein paar Einblicke in die Welt des KR-G6. Viel Spaß beim Lesen!

Anders als beim KR-747 ist die Anzahl der kompatiblen Autos beim KR-G6 leider sehr begrenzt. Es funktioniert nur in ein paar Modellen von VW und Seat. Eine Liste aller Autos, mit denen man das Krämer KR-G6 betrieben kann, gibt euch schnell Aufschluß darüber, ob sich das Multitalent für Euch eignet oder nicht:

  • VW
    • Caddy (07/2004 -)
    • EOS (05/2006 -)
    • Golf Plus (09/2003 -)
    • Golf V (09/2003 –  2008)
    • Golf VI (2008 -)
    • Jetta (08/2005 -)
    • Passat (03/2005 -)
    • Passat CC (2008 -)
    • Scirocco (2008 -)
    • Tiguan (2007 -)
    • Touran (03/2003 -)
    • Polo (2009 -)
    • T5 Transporter (2010-)
    • T5 Caravelle (2010-)
    • T5 Multivan (2010-), Unser Testwagen
  • Seat
    • Seat Altea (05/2004 -)
    • Altea XL (04/2007 -)
    • Leon (09/2005 -)
    • Toledo (12/2004 -)

Ältere Autos sind hier also schonmal außen vor. Glücklicherweise habe ich einen 2010er T5 (bzw. mein Kumpel aus der VW-Werkstatt) und kam somit in den Genuß, das Multifunktionsgerät fürs Auto zu testen. Ein interessanter Hinweis am Rande: Dieses Navigationssystem wird von der VW Originalteile Logistik GmbH & Co. KG  als offizielles Nachrüstgerät geführt und ist zu 100% kompatibel mit den vorhandenen Anschlüssen.

Eingebaut wird das Gerät mit dem 7-Zoll-Touch-Screen in einen 2-DIN-Schacht. Der Einbau gestaltete sich nicht so einfach wie erwartet, da relativ viele Kabel angeschlossen und untergebracht werden müssen. Sehr positiv ist mir aber die Beschriftung der Kabel aufgefallen. So kann man alles zügig anschließen und muss nicht erst in der Anleitung nachschauen, welche Farbe welche Bedeutung hat.

Hier kurz ein Bild aller Kabel, damit ihr sehen könnt, was auf Euch zukommt, solltet ihr Euch für das Gerät entscheiden 🙂

Für mich war es am schwierigsten, die Kabel so hinter das Navi zu bekommen, dass sie nicht irgendwo eingeklemmt wurden. Auch beim GPS-Empfänger ist ein bisschen Fingerspitzengefühl angesagt, um herauszufinden, wo der Empfang am besten ist.

Wenn aber erstmal alles eingebaut und angeschlossen ist (weiter unten beschreibe ich kurz den Einbau) und der erste Testlauf näher rückt, ist aller Stress vergessen. Denn er hat sich gelohnt! Allein das perfekt auf das Gerät abgestimmte Layout der Software lässt viele Herzen höher schlagen:

Irgendwie erinnert mich die Anordnung der Symbole an mein HTC Desire, wem geht es noch so? 😉

Auf dem Bild ist auch sehr gut zu erkennen, wie hochwertig das Gerät verarbeitet ist. Die Tasten haben einen (meiner Meinung nach) sehr guten Druckpunkt, sie wackeln nicht bei jeder kleinsten Berührung, sondern sind fest im Gerät verankert. Dennoch ist nicht zu viel Druck notwendig, um die Tasten zu betätigen. Die Regler für die Lautstärke und die Senderwahl lassen sich unbegrenzt drehen, haben jedoch fühlbare Anschläge.

Das heißt, dass man den Regler ein paar Millimeter dreht und dieser dann einrastet, statt genau auf der Position stehen zu bleiben, auf der man ihn stehen gelassen hat. Einigen wird das nicht sonderlich gut gefallen, ich finde es aber klasse. Wenn ich daran denke, wie oft ich bei meinem jetzigen Radio daran verzweifelt bin, eine Frequenz genau zu treffen, wünsche ich mir solche Regler auch für mein Radio!

An solchen Details wollen wir uns jetzt aber nicht länger aufhalten. Kommen wir zu einer kleinen Funktionsübersicht.

Das Krämer KR-G6 verfügt über

  • einen USB-Eingang, hier kann man beispielsweise seinen USB-Stick oder sein Handy anschließen, um vom Navigationsgerät aus darauf zuzugreifen. So lassen sich Filme, Bilder und Musik bequem über das Auto abspielen. In Kombination mit einer guten Anlage verwandelt man lange Autofahrten so in ganz besondere Hörerlebnisse.
  • Anschlüsse für Kameras, beispielsweise für eine Rückfahrkamera, wenn vorhanden. Besonders bei größeren Autos kann so eine Rückfahrkamera nützlich sein, um unbeschadet einzuparken oder irgendwo zu wenden.
  • Eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, die einem das Telefonieren während Autofahrten erleichtert. Sofern das Handy Bluetooth-Freisprechanlagen unterstützt, fungiert das Krämer KR-G6 während der Autofahrt als Telefon und Ärger mit der Polizei ist ausgeschlossen 🙂 [mehr…]
  • einen CD-/DVD-Player zum Abspielen von Filmen, Bildern oder Musik (funktioniert ähnlich wie beim oben beschriebenen USB-Eingang) [mehr…]
  • ein Radio. Natürlich sollten wir bei den ganzen Spielereien nicht den eigentlichen Zweck des Geräts aus den Augen verlieren. Und das ist neben dem Navigationssystem das Radio! Sender und Lautstärke verstellt man über die oben bereits angesprochenen Drehregler. Klangqualität und Empfang waren in meinen Tests relativ gut. Natürlich lassen sich über das Navi Dinge wie Bass, Höhen, Filter, Fading, usw. einstellen. [mehr…]
  • ein umfangreiches Navigationssystem. Die wohl wichtigste Funktion des KR-G6 ist das Navigationssystem, das mit Karten von einer microSD-Karte arbeitet und alles bietet, was man sich nur wünschen kann. Neben einer ausgereiften Routenplanung kann man sich POIs (Point of Interest, also Dinge wie Blitzer, Abstandsmessungen, usw.) anzeigen lassen oder nach Restaurants, Tankstellen und Hotels suchen. Während der Navigation kann man im Hintergrund Radio hören oder einen Film schauen. (Filme schauen auf der Autobahn halte ich aber für unklug, hier sollte man seinen gesunden Menschenverstand nutzen)

    Schön bunt, ein bisschen ZU bunt vielleicht 😉

    Als Kartenmaterial kommt standardmäßig „Teleatlas Q3/2011 Europa inkl. Russland und Türkei“ zum Einsatz, die Navigationssoftware nennt sich RC-Win 6 und wurde von Krämer in einer Kooperation mit Sygic entwickelt. [mehr…]

  • einen Touchscreen, der mit der Qualität meines HTC Desires locker mithalten kann (Bis auf die Tatsache, dass das Navi kein Multitouch unterstützt). Die 7 Zoll sind ausreichend für alle angebotenen Funktionen, könnten bei manchen Dingen (DVD schauen) aber durchaus eine höhere Auflösung vertragen. Das ist jedoch Geschmackssache, wie so vieles in diesem Leben.
  • eine CAN-Bus-Anbindung für nützliche Feautures wie Lenkradsteuerung oder Abstandssensoren. [mehr…]
  • eingebauten 4×45 Watt – Sound, der von sich aus schon eine hohe Klangqualität bietet, aber optional durch eine richtige Anlage im Auto ersetzt werden kann. [mehr…]

Die Liste ist lang und wahrscheinlich alles andere als vollständig. Wer noch mehr technische Details lesen möchte, findet diese auf der Produktseite des KR-G6.

Die vielen Funktionen haben einen solzen Preis: 1099€ laut Hersteller. Das ist um einiges teurer als das KR-747, dafür bekommt man auch um einiges mehr geboten. Hier muss jeder für sich entscheiden, ob er so viel Geld für ein Navigationsgerät ausgeben möchte. Mir wäre das zu teuer, aber ich bin ja auch Student 😉

Bei all der fortschrittlichen Technik habe ich zwei durchaus nützliche Funktionen vermisst. Wer lange im Auto warten muss, kennt das: Was tun? Wohin mit der Langeweile? Da würde es sich doch anbieten, im Internet zu surfen oder ein Buch zu lesen. Und da das KR-G6 über ein geniales Touch-Display verfügt, ist es für mich naheliegend, diese beiden Dinge ins Gerät zu integrieren. Einen eBook-Reader und einen SIM-Slot für den mobilen Internetzugang. Wer weiß, vielleicht ist das ja schon für Nachfolgemodelle geplant 🙂 Diese beiden Funktionen würden mich jedenfalls komplett überzeugen. Bis es das gibt, muss wohl oder übel auf Filme zurückgreifen 🙂

Auch nützlich wäre eine Funktion, mit der man über sein Handy ins Internet gehen kann (Tethering). Das würde eine seperate SIM-Karte fürs Auto ersparen. Aber nun genug in die Zukunft gedacht!

Lieferumfang

Neben dem eigentlichen Gerät wird alles mitgeliefert, was für die Inbetriebnahme notwendig ist:

  • Stromkabel, Audio-Kabel, AV-Kabel
  • USB-Kabel
  • GPS-Empfänger
  • Bedienungsanleitung
  • Speicherkarte mit Kartenmaterial

Somit entfällt ein lästiger Nachkauf von irgendwelchen Kabeln und man kann sofort starten.

Geliefert wird das gute Stück in einer gut gepolsterten Verpackung, so dass es auch ganz sicher heil bei Euch ankommt!

Einbau

Weiter oben habe ich schon angekündigt, hier ein bisschen detaillierter auf den Einbau einzugehen. Da ich handwerklich nicht sehr begabt bin, hatte ich beim Einbau schon ein komisches Gefühl. Ich wollte ja nichts kaputt machen 😉 Also habe ich mich strikt an die Anweisungen gehalten.

Zuerst wird das alte Radio ausgebaut, indem man die Zierblende (mit den Bedientasten) entfernt, was am besten mit einem Kunsstoffkeil funktioniert, da man mit einem Schraubenzieher leicht Schäden in der Optik verursacht. Danach werden die hinter der Blende versteckten Schrauben entfernt und das Radio kann herausgezogen werden. Dabei bitte nicht zu hektisch vorgehen, denn die Kabel sind nicht die längsten und sollten vor dem vollständigen Entfernen des alten Radios abgezogen werden. Das gilt übrigens auch für die Antenne und alles, was sich sonst noch so dahinter versteckt.

Jetzt kommt der Teil, der mir die meisten Probleme bereitete. Das Anschließen des neuen KR-G6! Zuerst werden Antennenkabel und GPS angeschlossen und sicher verstaut. Erst danach ist der Quadlockstecker an der Reihe (Da dieser das kürzeste Kabel hat). Ist alles angeschlossen, achtet man beim Einschieben darauf, dass keine Kabel irgendwo zu stark umgeknickt oder eingeklemmt werden. Wir wollen ja nichts kaputt machen 🙂

Danach müssen die anfangs entfernten 4 Torx-Schrauben wieder angebracht werden. Sitzt alles gut? Dann geht es mit der Zierblende weiter. Und das wars auch schon. Im Nachhinein gar nicht so schwer, hätte ich nur keine zwei linken Hände 😉

Wenn jetzt die Zündigung läuft, lässt sich das Radio anschalten. (Das dauert dank Windows CE leider eine Weile ;))

Mein Fazit nach diesem ausführlichen Testbericht ist: Das Multifunktionsgerät von Krämer, das den schönen Namen KR-G6 trägt, ist ein wahres Meisterwerk. Allein die Optik konnte mich begeistern. Getoppt wurde sie nur noch von den ausgeklügelten Funktionen und den vielen Spielerein, die das Krämer-Team aus Reutlingen da so eingebaut hat. Das Einzige, was für mich wirklich sehr gegen das Gerät spricht, ist der Preis. Ich denke, dass das Preis-Leistungsverhältnis zwar kein schlechtes ist, aber 1099€ für ein Navigationsgerät sind mir persönlich einfach zu viel. Achso, fast hätte ich es vergessen: Der Internetzugang auf dem Navi würde den Preis für mich komplett in den Hintergrund rücken lassen und mich praktisch zum Kauf zwingen! 😉

Ach, da fällt mir noch etwas ein: Die Software reagiert manchmal recht träge, wenn man zwischen verschiedenen Funktionen wechselt oder eine CD einlegt. Auch das wäre für mich ein Grund, den Kauf nochmal zu überdenken.

>> Zur Produktseite

Jetzt freue ich mich auf Eure Meinungen!

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7 Kommentare zu “Ein Multitalent für’s Auto: Das Krämer KR-G6 2-Din-Navigationssystem mit Radio und vielem mehr”

  1. Ich habe es ja auch testen dürfen und komme zum gleichen Fazit, etwas zu teuer, etwas zu träge, ich habe das ganze auch mal auf Video festgehalten: http://www.jens-stratmann.de/test-kramer-kr-g6-2-din-nachrustgerat-golf-passat-caddy-touran-etc/2011/09/25

  2. Vielen Dank für deine Ergänzung und das Video (das ich übrigens sehr interessant finde)!

    MfG
    Simon

  3. Moin Moin Jens und Simon,

    ich kam gerade von meinem Freundlichen und er hat mir unter anderem das neue Krämer am PC gezeigt.
    Ich fahre einen Passat 3C Bj. 2007 mit einem RNS 300. Das muss raus, denn es nervt kein Touch zu haben, nur von CD laden zu können und das extrem langsame Navi mit nur schwarz-weiß Pfeilanzeige.
    Nur Auswahl stehen somit das Zenec NC-2010, das Original RNS510 und das neue Krämer KR-G6-
    Das Zenec gefällt mir optisch und qualitativ nicht so richtig. Das Krämer finde ich bis jetzt (bis auf die Ladezeiten) eigentlich ganz genial. Von dem originalen RNS510 hat mit der Freundliche abgeraten, lach.
    Frage zu dem Krämer, wie ist die Radioklangqualität? Denn das ist bei dem Zenec ja eine Katastrophe. Und wie schnell ist das Navi, wenn mal eine Ausfahrt verpasst?
    Wie eure Meinung? Ich bin etwas überfragt. 😀

    Liebe Grüße, Ben

  4. Warum soll das Gerät zu tuer sein? Es kostet doch nichteinmal die Hälfte des RNS510 von Volkswagen ?!?!?

  5. @Klaus: Damit habe ich eher gemeint „zu teuer für mich“, ich würde mir so ein Gerät generell nicht kaufen. Vllt. etwas missverständlich formuliert…

    @Ben: Radioqualität habe ich gar nicht wirklich ausgiebig getestet, aber ich glaube nicht, dass die überragend war. Eher mittelmäßig. Aber zu 100% weiß ich das nicht!
    Jens, wie würdest Du die Radioqualität bewerten?

  6. Moin Simon, mittelmäßig ist schon mal wesentlich besser als schlecht, so wie bei dem Zenec NC 2010. 😀
    Die ´“Nicht-Originalen“ werden sowieso nicht an die Originalen herankommen, da nur die Originalen einen Doppeltuner haben.

    Wie verhält sich das Navi? Berechnet es schnell? Wie verhält es sich, wenn es schnell neu berechnen muss bsp. an einer Ausfahrt vorbei gefahren?

    DANKE!!! 😀

  7. Auf solche Details habe ich leider nicht geachtet (Neuberechnung wegen verpasster Ausfahrt), aber du hast Recht. Sowas wäre bei einem Test natürlich sinnvoll gewesen. Nächstes Mal dann!

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»Informationen zum Artikel

Autor: Simon
Datum: 07.10.2011
Zeit: 14:56 Uhr
Kategorien: Hardware, Testberichte, Trigami
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